Gerne komme ich zur Durchführung der Fortbildungen auch in Ihre Einrichtung!
In einigen Landkreisen haben sich über Arbeitskreise TherapeutInnen zusammengefunden, die an einer Fortbildung interessiert sind. Für eine Ausschreibung stelle ich Ihnen gerne einen Text zur Verfügung. Dann müssen Sie nur noch einen Raum mieten - und es kann losgehen. Kosten pro Fortbildung: 1500,- Euro plus Fahrtkosten.
Basisseminar:Einführung in die Behandlung der Körperschemastörung
Die Körperschemastörung ist ein Symptom bei Essstörungen, aber auch bei psychosomatischen Beschwerden, Psychosen und körperlichen Traumatisierungen. Das Gefühl der Identität wird durch ein gestörtes Körpererleben beeinträchtigt. Das subjektive Leiden ist für die Klientinnen groß. Eine erfolgreiche Behandlung kann nur über eine Auseinandersetzung mit dem Körpererleben erreicht werden.
Diese Fortbildung bietet eine erste Einführung in die körperpsychotherapeutische Behandlung der Körperschemastörung. Sie hat einen hohen tanz- und bewegungstherapeutischen Selbsterfahrungsanteil, denn das eigene körperliche Erleben ist Voraussetzung für eine Umsetzung im Berufsalltag.
Themen:
- Theorien zur Entstehung des Körperschemas
- erste Methoden, um Symptome zu erfragen und zu beobachten
- erste körperpsychotherapeutische Interventionen, die in der ambulanten Praxis umsetzbar sind und sich methodisch mit psychodynamischen und verhaltenstherapeutischen Verfahren verknüpfen lassen
Mit dem Basisseminar „KörperReich“ haben Sie theoretische Grundlagen erhalten und Anregungen zur Behandlung bekommen. Evtl. haben Sie schon einige Erfahrungen gesammelt. Das Vertiefungsseminar 1 bietet Ihnen die Möglichkeit, die Praxis zu vertiefen.
Wir beschäftigen uns damit, wie der Übergang vom Gespräch zur Körperarbeit gestaltet werden kann. KlientInnen, die Angst davor haben, sich mit ihrem Körper zu beschäftigen, brauchen eine Hinführung in kleinen Schritten. Dies werden wir praktisch einüben. Sie lernen außerdem zwei diagnostische Möglichkeiten mit Körperarbeit kennen (Inneres Bild, Familienbild). Des weiteren können Beispiele aus Ihrer eigenen Praxis besprochen und „bearbeitet“ werden.
--------------------------------------------------------------------------- Vertiefung 2: Weibliche Archetypen - Frauenbilder in der Therapie
In der therapeutischen Arbeit, insbesondere mit essgestörten Frauen, zeigt sich, dass viele Klientinnen Schwierigkeiten mit ihrem Frausein haben. Die Hintergründe liegen sowohl in der persönlichen Biografie als auch in gesellschaftlichen Gegebenheiten. Zunehmend orientieren sich die Frauen im Berufsleben an den Männern und erleben ihre Identität dadurch als eher „neutral“ denn weiblich. Die Medien mit ihren überzeichneten und widersprüchlichen Idealen vom Frausein verunsichern zusätzlich. Da sich die gesellschaftlichen Gegebenheiten stark verändert haben, eignen sich die Mütter und Großmütter nur teilweise als Vorbilder. Diese Orientierungslosigkeit kann zu Angststörungen, Depressionen, psychosomatischen Störungen, Essstörungen u. a. führen.
In dieser Fortbildung suchen wir nach den archaischen Vorbildern fürs Frausein: der inneren Heldin (die auch als Kriegerin oder Königin erscheinen kann), der weisen Alten (Beschützerin oder Heilerin) und der wilde Frau als Kraftquellen für eine stabile weibliche Identität. Es gibt keine richtige Weise, eine Frau zu sein, sondern eine bunte Vielfalt.
Über Selbsterfahrung durch Fantasiereisen, Bilder, Malen und vor allem Körperübungen kommen wir mit unserer eigenen weiblichen Stärke in Kontakt und können durch die gemeinsame Entdeckungsreise unsere Perspektive erweitern.
Wir besprechen, wie die praktischen Elemente und Erkenntnisse in die psychotherapeutische Arbeit integriert werden können.
Vertiefung 3: Das innere Kind – körpertherapeutische Begegnungen
Ein inneres Kind ist in unserem Körpergedächtnis gespeichert.
Wenn wir den Körper sprechen lassen, begegnen wir kindlichen Anteilen in uns und frühen Erfahrungen, die dem Bewusstsein und der Sprache nicht ohne weiteres zugänglich sind. Unbeschwertheit aber auch Mangel können erlebt werden, und zugleich zeigt uns das innere Kind, wie wir wieder ins Gleichgewicht kommen können. Sie erfahren in dieser Fortbildung, wie Sie über Bewegungen am Boden, authentische Bewegungen und verschiedene Körperübungen dem inneren Kind begegnen können. Im Übergang vom Liegen zum Stehen bilden sich z. B. die Entwicklungsphasen ab. Die Fortbildung hat einen hohen Selbsterfahrungsanteil. Sie erlernen aber auch, wie Sie Ihre KlientInnen in körpertherapeutischen Interventionen anleiten können.