Was brauchen dissoziierende Kinder in Einrichtungen der Jugendhilfe und in der Schule?
09. November 2009; Dr. Marc Schmid, Elke Weigel, Birgit Lang, Jacob Bausum, Ulrike Ding und Moritz Borowik
Tagesplanung
09:30 Uhr Begrüßung (Wilma Weiß, Fachleitung Zentrum für Traumapädagogik)
10:00 Uhr Über die Dissoziationsneigung traumatisierter Mädchen und Jungen (Dr. Marc Schmid)
11:10 Uhr Körperschemastörungen erkennen und behandeln (Elke Weigel)
14:00 Uhr Arbeitsgruppen: AG 1: Die Unterstützung dissoziierender Mädchen und Jungen in der Jugendhilfe" (Birgit Lang, Jacob Bausum)
AG 2: Sichere Orte in der Schule berücksichtigen die Dissoziationsneigung (Ulrike Ding, Moritz Borowik)
AG 3: Der KörperReich-Ansatz und seine Übungen (Elke Weigel, Wilma Weiß)
16:30 Uhr Abschluss
Im pädagogischen Bereich führt die Dissoziationsneigung traumatisierter Kinder und Jugendlichen fast zwangsläufig zu Schwierigkeiten. Im dissoziierten Zustand können sie Anforderungen nicht genügen, die dafür erforderlichen Fertigkeiten, die für sie eigentlich leicht abrufbar wären, stehen ihnen nicht zur Verfügung. Kinder können sich an getroffene Absprachen nicht erinnern und diese auch nicht umsetzten. Die Interpretation der PädagogInnen in stationären Einrichtungen und in Bildungseinrichtungen als willentliche Nicht-Beachtung führt zu stärkeren Konflikten mit den PädagogInnen, die Kinder und Jugendliche reagieren mit dem, was sie können: sie dissoziieren. Ein Teufelskreislauf.
Körperschemastörungen sind eine Spaltung von Kopf und Körper. Der Kopf wird als Ich, der Körper als außen wahrgenommen. Das Identitätsgefühl wird stark verunsichert. Da dissoziative Zustände zu einem sehr breiten Spektrum von pädagogischen Problemen führen können, sind Handlungskonzepte nötig, um die Mädchen und Jungen zur Selbstermächtigung zu unterstützen. Auch die Korrektur der Körperschemastörungen mit Hilfe des KörperReich-Ansatzes von Elke Weigel kann dazu beitragen.
Uni Würzburg Ringvorlesung „Abenteuer Psychologie“
Termin: 28.10.2008 20.00 - 21.30 Uhr
Ort: Raum 219
"Abenteuer Psychologie!" Unter diesem Motto wollen wir von der Fachschaftsinitiative Psychologie ("FiPs") alle Interessenten einladen, fern der üblichen Gedankenwege der Psychologie gemeinsam Neues aus den Gebieten der Therapie und Sozialwissenschaften zu erfahren. Praktiker und Experten aus den verschiedensten Bereichen werden uns Einblicke in psychologische Arbeitsfelder und spannende Themenfelder geben, die der Unilehrplan noch nicht in ausreichender Weise berücksichtigt/berücksichtigen kann.
Körpererleben in der Psychotherapie. Bei verschiedenen Erkrankungen wie Essstörungen, Psychosen, psychosomatischen Störungen oder Traumafolgestörungen leiden die Betroffenen an vielfältigen körperlichen Symptomen, wie Schmerzen, Ekel dem eigenen Körper gegenüber oder einer Unfähigkeit Körperregungen wahrzunehmen. Sie haben den Kontakt zu ihrem Körper verloren - eine *Körperschemastörung* ist entstanden.
Der *KörperReich-Ansatz* stellt Übungen und Techniken vor, wie über die Arbeit mit dem Körpererleben ein Zugang zu Körpererinnerungen und den damit verknüpften emotionalen Bereichen geschaffen werden kann, der rein gesprächsorientierten Verfahren verschlossen bleibt.