Kurzfortbildung und Einzelsupervision

In einer Doppelstunde (120 Minuten) können Sie die praktischen Elemente meines KörperReich-Ansatzes selbst erleben. Dies ist eine wichtige Vorraussetzung, um die Übungen in der eigenen Praxis anleiten zu können.

 

Angepasst an Ihre praktische Arbeit und Ihr Vorwissen, besprechen wir außerdem theoretische Hintergründe der Körperarbeit in der Psychotherapie und Beratung und fallspezifische Behandlungsmöglichkeiten.

 

Evtl. können Sie nach ein bis zwei Tagen Pause nochmal eine Doppelstunde anschließen.

 

Warum so kurze Fortbildungen?

Elemente des KörperReich-Ansatzes in die psychotherapeutische Arbeit zu integrieren heißt, unbewusste, auf der Körperebene und im Körpergedächtnis stattfindende Vorgänge, zu aktivieren.

 

Die Übungen nach dem KörperReich-Ansatz wirken sehr intensiv und Sie brauchen auch als Therapeutin Zeit, das Erlebte nachklingen zu lassen. Der Lernerfolg ist sogar effektiver, wenn die Erfahrungen nicht zu schnell intellektualisiert werden (genau wie im therapeutischen Prozess), sondern erstmal auf einer Erlebensebene verbleiben und nur symbolisch unterstützt werden.

Sie können eine einzelne oder eine Doppelstunde mit mir vereinbaren.

 

Kosten: 300,- Euro für 120 Minuten.

 

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der Nähe meiner Praxis zum Beispiel im Gästehaus Münzmay.

(http://www.hotelmuenzmay.de/de/lage.html)

 

Elemente der Fortbildung oder Supervision:

 

Einführung in die Behandlung der Körperschemastörung 

Die Körperschemastörung ist ein Symptom bei Essstörungen, aber auch bei psychosomatischen Beschwerden, Psychosen und körperlichen Trauma­tisierungen.
Das Gefühl der Identität wird durch ein gestörtes Körpererleben beeinträchtigt. Das subjektive Leiden ist für die Klientinnen groß. Eine erfolgreiche Behandlung kann nur über eine Auseinandersetzung mit dem Körpererleben erreicht werden.

Diese Fortbildung bietet eine erste Einführung in die körperpsycho­therapeutische Behandlung der Körperschemastörung. Sie hat einen hohen tanz- und bewegungstherapeutischen Selbst­erfahrungsanteil, denn das eigene körperliche Erleben ist Voraussetzung für eine Umsetzung im Berufsalltag.

Themen:

-  Theorien zur Entstehung des Körperschemas
-  erste Methoden, um Symptome zu erfragen und zu beobachten
-  erste körperpsychotherapeutische Interventionen, die in der ambu­lanten Praxis umsetzbar sind und sich methodisch mit psycho­dynamischen und verhaltensthera­peutischen Verfahren verknüpfen lassen

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Umsetzung in die Praxis

Wir beschäftigen uns damit, wie der Übergang vom Gespräch zur Körperarbeit gestaltet werden kann. KlientInnen, die Angst davor haben, sich mit ihrem Körper zu beschäftigen, brauchen eine Hinführung in kleinen Schritten. Dies werden wir praktisch einüben.
Sie lernen außerdem zwei diagnostische Möglichkeiten mit Körperarbeit kennen (Inneres Bild, Familienbild).
 
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Weibliche Archetypen - Frauenbilder in der Therapie

In der therapeutischen Arbeit, insbesondere mit essgestörten Frauen, zeigt sich, dass viele Klientinnen Schwierigkeiten mit ihrem Frausein haben.
Die Hintergründe liegen sowohl in der persönlichen Biografie als auch in gesellschaftlichen Gegebenheiten. Zunehmend orientieren sich die Frauen im Berufsleben an den Männern und erleben ihre Identität dadurch als eher „neutral“ denn weiblich. Die Medien mit ihren überzeichneten und widersprüchlichen Idealen vom Frausein verunsichern zusätzlich. Da sich die gesellschaftlichen Gegebenheiten stark verändert haben, eignen sich die Mütter und Großmütter nur teilweise als Vorbilder. Diese Orientierungslosigkeit kann zu Angststörungen, Depressionen, psychosomatischen Störungen, Essstörungen u. a. führen.

Wir suchen nach den archaischen Vorbildern fürs Frausein: der inneren Heldin (die auch als Kriegerin oder Königin erscheinen kann), der weisen Alten (Beschützerin oder Heilerin) und der wilde Frau als Kraftquellen für eine stabile weibliche Identität. Es gibt keine richtige Weise, eine Frau zu sein, sondern eine bunte Vielfalt.

Über Selbsterfahrung durch Fantasiereisen, Bilder, Malen und vor allem Körperübungen kommen wir mit unserer eigenen weiblichen Stärke in Kontakt und können durch die gemeinsame Entdeckungsreise unsere Perspektive erweitern.

Wir besprechen, wie die praktischen Elemente und Erkenntnisse in die psycho­therapeutische Arbeit integriert werden können.

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Das innere Kind  –  körpertherapeutische Begegnungen

Ein inneres Kind ist in unserem Körpergedächtnis gespeichert.

Wenn wir den Körper sprechen lassen, begegnen wir kindlichen Anteilen in uns und frühen Erfahrungen, die dem Bewusstsein und der Sprache nicht ohne weiteres zugänglich sind.
Unbeschwertheit aber auch Mangel können erlebt werden, und zugleich zeigt uns das innere Kind, wie wir wieder ins Gleichgewicht kommen können.
Sie erfahren, wie Sie über Bewegungen am Boden, authentische Bewegungen und verschiedene Körperübungen dem inneren Kind begegnen können.
Im Übergang vom Liegen zum Stehen bilden sich z. B. die Entwicklungsphasen ab.
Die Fortbildung hat einen hohen Selbsterfahrungsanteil. Sie erlernen aber auch, wie Sie Ihre KlientInnen in körpertherapeutischen Interventionen anleiten können.